Viele Leute fragen, wie die Geschichte von Bobux begann. Es gibt viele unterschiedliche Erzählungen, die über viele Generationen weitergegeben wurden, aber die wahre Geschichte betrug sich etwa so:

  Im Frühjahr 1861 rastete Bill Bennett, ein junger Jäger, in Neuseeland an einem rauschenden Gebirgsbach, um seine Wasserflasche zu füllen. Da bemerkte er einen kleinen Bären, der weinend auf einem Stein saß. Seine kleinen Füße waren geschwollen und von den scharfen Flusskieseln zerschnitten.

Zu Bill´s Erstaunen begann der kleine Bär zu sprechen. Bill wusste natürlich, dass es solche Dinge wie sprechende Bären nicht gibt, aber ganz sicher kann man sich da ja nicht sein!

Der kleine Bär erklärte Bill, er habe sich schon immer gewünscht und davon geträumt, eines Tages sprechen zu können. Manchmal, nachts, kroch er dann zu den Lagerplätzen der Jäger, die rund um das Lagerfeuer saßen, und belauschte ihre Gespräche.
 

Der kleine Bär, den seine Freunde Bobux nannten, erklärte Bill: »Du kannst alles tun, was du willst, wenn du es nur wirklich willst«.

Bill reinigte die Wunden an den Füßen des kleinen Bären und zog dann zwei Stück Leder aus seiner Tasche. Mit seinem Jagdmesser, einem langen Bindfaden und einer Nadel, die er sich aus einem Ast schnitzte, zauberte Bill für Bobux ein wunderschönes Paar weicher Lederschuhe, die an seinen Füßen bleiben und sie schützen sollten. Den Rest des Tages plauderten die beiden über ihr Leben, und als es für Bill Zeit war aufzubrechen, versprach er Bobux, im kommenden Jahr wiederzukommen.

Während der kalten Winterzeit nähte Bill viele der kleinen Lederschuhe. Im folgenden Frühjahr kehrte Bill, wie er es Bobux versprochen hatte, zu derselben Stelle am Bach zurück. Zu seinem Erstaunen und seiner Freude saß Bobux, inzwischen ein Jahr älter geworden, geduldig auf dem Felsen und wartete auf Bill.

  Bill gab Bobux die Schuhe, die er für ihn gemacht hatte, und sie verbrachten den Rest des Tages schwimmend, lachend und viele Geschichten erzählend.

Bevor die Sonne unterging, zeigte Bill Bobux noch, wie er die Schuhe für seine Freunde im Wald herstellen könne. Dann trennten sie sich und versprachen, sich im nächsten Jahr wieder zu treffen.


Über viele Jahre sahen sie sich regelmäßig am Bach, und beide wurden sehr alt. Für Bill und Bobux waren dies die vergnüglichsten Tage ihres Lebens. Dann jedoch kam ein Frühling, in dem Bobux vergeblich auf seinen Freund wartete. Dieses Mal kam der alte Jäger nicht, und Bobux wusste, warum. Als an diesem Tag die Sonne unterging, lief dem Bären eine kleine Träne über sein Gesicht, und er ging in den Wald zurück. Er wusste, dass er niemals mehr zu diesem Platz des Friedens und der Freundschaft zurückkehren würde.

Viele Jahre später stöberte Chris Bennett, ein Nachkomme Bill Bennetts, auf dem Dachboden seines Hauses und entdeckte in einer alten Truhe das Tagebuch seines Urgroßvaters. Er war fasziniert von den Geschichten, die Bill jedes Jahr über seine Treffen mit Bobux am Bach niedergeschrieben hatte. Daneben, eingewickelt in eine Papiertüte, lag ein Paar viel getragener Lederschuhe, zusammen mit einem alten, vergilbten Brief.

Der Brief war von Bobux, der sich bei Bill für die wunderbaren Schuhe bedankte, die seine Füße beschützt hatten, ohne dass er sie jemals verloren hatte. Und er dankte ihm für seine Freundschaft.  

Chris zeigte diese Schuhe seiner Tochter Chloe, die sich sofort in sie verliebte und sie nicht mehr ausziehen wollte.

Heute werden Bobux - the shoes that stay on - von einer neuen Generation von Bären hergestellt. Es gibt sie in vielen bunten Designs, hergestellt nach denselben Maßstäben, die Bill damals Bobux beigebracht hatte.